Familien- und Systemaufstellungen

Hintergrundinformationen zu den Familien- und Systemaufstellungen

Auf einer tiefen Ebene sind wir alle mit unserer Familie und mit unseren Vorfahren verbunden. Aus Liebe zu ihnen übernehmen wir häufig Gefühle und Schicksale von früher Geborenen (Eltern, Onkel, Tanten, Grosseltern und deren Geschwistern, Urgrosseltern) und dies oft, ohne dass wir diese Familienmitglieder persönlich kennen.

Wenn es in meiner Herkunftsfamilie schwere Schicksale, frühen oder schlimmen Tod eines Familienmitglieds, Krankheit, Verbrechen, Schuld oder Scheitern gibt, dann ist es praktisch unvermeidlich, dass ich aus Liebe und Zugehörigkeit unbewusst von einem oder sogar von mehreren Familienmitgliedern etwas übernehme.

Viele Gefühle (Schuld, Trauer, Wut, Rache, Einsamkeit, Todessehnsucht etc.), die uns immer wieder plagen und Verhaltensweisen, die uns stören, aber auch Krankheiten können so übernommen worden sein. Das Tragische ist, dass all dies unbewusst abläuft und wir unsere sogenannten "Verstrickungen in fremde Schicksale" nicht bemerken.

Diese so übernommene "fremde Last" hat Folgen für unser Leben. Sie bindet uns an unsere Herkunftsfamilie, lässt uns in Beziehungen scheitern, uns psychisch und/oder physisch krank werden, oder wir fühlen uns einfach ständig überfordert. Es kann aber auch sein, dass diese Last von unseren Kindern unbewusst gefühlt und übernommen wird und die Kinder als Folge mit Verhaltensstörungen, Schulversagen, Konkurrenzverhalten, Süchten (Magersucht, Bulimie, Drogen u.a.) oder gar Suizid reagieren können.

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Vorgehen:

Es werden Teilnehmer aus der Gruppe stellvertretend für Familien-mitglieder ausgewählt und vom Klienten im Raum aufgestellt. Aus dieser Aufstellung zeigt sich die Dynamik der Unordnung.

Durch Verändern der Plätze, Aussprechen von lösenden Sätzen, Zurückgeben von unbewusst Übernommenem und vor allem durch das Achten des anderen entsteht ein neues inneres Bild, das dann in der Person weiterwirken kann.

Auch bei folgenden Themen bieten Systemaufstellungen neue Einsichten und Lösungen:

  • Ehe und Partnerschaft,
  • Berufsfindung,
  • Krankheiten,
  • Finanzen,
  • neue Zielfindung,
  • Konflikte,
  • Schmerzen,
  • Gewicht,
  • Suchtverhalten usw.

Falls notwendig, können die Aufstellungen mit kinesiologischen Tests und Balancen begleitet und in Einzelsitzungen nachbearbeitet werden.

Das Geburtsbild ist zusätzlich ein guter Wegweiser und wird bei der Aufstellung zur Lösung mit einbezogen.

Die Teilnahme am Seminar ist mit oder ohne eigene Aufstellung (nur als Stellvertreter) möglich.

Ziele:

Durch systemische Aufstellungen werden Ungleichgewichte, Verstrickungen und die fehlende Ordnung sichtbar gemacht. Dadurch wird eine neue Qualität der Beziehung zu sich selbst, zu Eltern, Partnern und Kindern hergestellt. Der Heilungsprozess wird angeregt und die Liebe zum Fliessen gebracht.

Die Rolle der Stellvertreter:

Das „Hinein-gestellt-werden“ als Stellvertreter in „fremde“ Schicksale, Lebensthemen und Familien wirkt erkennend, befreiend und lösend für die eigene Geschichte. So geschieht durch das Miterleben der Aufstellungen anderer jeweils auch ein Stück „eigene Aufstellung“, was eine grosse Bereicherung für das persönliche Leben ist.